Wahrzeichen

30. Okto­ber 2013, 7 Uhr abends. Die Bochu­mer Wahr­zei­chen glän­zen in der Däm­me­rung. Der Bis­marck­turm, stei­ner­nes Mahn­mal gegen die Natio­nal­be­sof­fen­heit einer unter­ge­gan­ge­nen Epo­che. Der För­der­turm des Berg­bau­mu­se­ums, stäh­ler­ne Erin­ne­rung an das Fun­da­ment, auf dem das Revier gegrün­det ist. Die Star­light-Express-Hal­le, Hei­mat des längst gedien­ten Musi­cal Deutsch­lands. Das Exzen­ter­haus, Weg­wei­ser in die moder­ne Dienstleistungsgesellschaft.

Der Bochu­mer Bis­marck­turm am Abend

Exzenterhaus

Bochum, Exzen­ter­haus

Star­light Express

    Berg­bau­mu­se­um, Förderturm

»Wir kön­nen doch nicht dau­er­haft davon leben, dass wir uns gegen­sei­tig die Haa­re schnei­den«, sag­te der dama­li­ge BDI-Prä­si­dent Olaf Hen­kel schon 1995. Sicher, die Luft ist bes­ser jetzt im Pott als damals 1972, als ich als 13-Jäh­ri­ger in Lünen leb­te und die Wäsche oft auf der Lei­ne beim Trock­nen wie­der schwarz wur­de. Auch wer­den sich die wenigs­ten die Arbeits­be­din­gun­gen im Berg­bau wie­der zurück­wün­schen. Aber nur eine wirk­li­che Pro­duk­ti­on schafft die Mit­tel, um Dienst­leis­tun­gen bezah­len zu kön­nen. Groß­bri­tan­ni­en hat unter Mag­gie begon­nen, die Indus­trie­pro­duk­ti­on radi­kal abzu­bau­en und setzt seit­dem ein­sei­tig auf den Finanz­sek­tor. Mit dem Resul­tat, dass die Finanz­kri­se dort beson­ders hart zuge­schla­gen hat. Und heu­te ver­wei­gert man sich auf der Insel gesamt­eu­ro­päi­schen Stra­te­gi­en, die eine Wie­der­ho­lung der Kri­se zumin­dest erschwe­ren könn­ten, um die Ban­ken nicht aus dem Land zu ver­trei­ben. Man hat ja schließ­lich nichts ande­res. Die Poli­tik ist dort sehr erpress­bar geworden.

Dass über­all die Kri­se mit dem bekämpft wird, was sie aus­ge­löst hat, mit immer mehr bil­li­gem Geld, erschüttert.

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