Sparrenblick – Anders sehen lernen. Ein Versuch

Burg Spar­ren­berg, kurz Spar­ren­burg, gehört, wie soll­te es anders sein, zu den belieb­te­ren Aus­flugs­zie­len Bie­le­felds. An schö­nen Tagen drän­gen die Men­schen­mas­sen und knip­sen begeis­tert das Pan­ora­ma. So ist anzu­neh­men, dass jedes denk­ba­re Motiv ana­log und digi­tal in allen Varia­tio­nen viel­fach abge­lich­tet ist. War­um ich am Sams­tag, dem 29. März 2014 bei strah­len­dem Son­nen­schein trotz­dem die Kame­ra umhän­ge und das Sta­tiv schul­te­re, bedarf also einer kur­zen Erklärung.

Ich möch­te – vor allem mit dem Tele­ob­jek­tiv – Gebäu­de und Arte­fak­te ins rech­te Licht set­zen, die Bie­le­feld in tem­po­rär oder auf Dau­er eine beson­de­re Cha­rak­te­ris­tik ver­lei­hen. Auf Schön­heit im klas­si­schen Sinn soll es mir dabei nicht ankom­men, viel­mehr auf Authen­ti­zi­tät und Wahr­haf­tig­keit (was für ein Wort­ge­schwur­bel, aber mir fällt grad nichts pas­sen­de­res ein). Dazu gehört auch, dass die Bil­der nicht nach­ge­ar­bei­tet wer­den. Kei­ne Kor­rek­tur der Belich­tung, kein Nach­schär­fen, nur die Auf­lö­sung fürs Web anpas­sen. Ansons­ten ist alles so, wie es der Sen­sor der Olym­pus OMDEM-5 durch das M.Zuiko 75–300mm Zoom gese­hen hat. Wie immer führt ein Klick aufs Bild zur Fotogalerie.

Hier mal ein Bei­spiel ein mög­li­ches Sym­bol für das Cha­rak­te­ris­ti­kum »die freund­li­che Bau­stel­le am Ran­de des Teu­to­bur­ger Wal­des«, die roten Krä­ne, die – solan­ge auf­ge­baut – das Stadt­bild beherrschen.

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Die freund­li­che Bau­stel­le am Ran­de des Teu­to­bur­ger Waldes


Am Tele­kom-Hoch­haus kommt in Bie­le­feld nie­mand vor­bei. Mit 78m ist es das – ja, was eigent­lich? Das höchs­te oder das zweit­höchs­te Gebäu­de in Bie­le­feld? Wiki­pe­dia nennt es das zweit­höchs­te, ziert sich aber, das höchs­te Gebäu­de der Stadt zu iden­ti­fi­zie­ren. War­um nur? Wird das höchs­te Gebäu­de von »Ihnen« bewohnt, den Bie­le­feld-Ver­schwö­rern? Fakt ist, es ist mas­sig, es ist eher nicht schön, es beherrscht die Stadt wie kein zwei­ter Bau. Ein Ver­such der foto­gra­fi­schen Annä­he­rung aus siche­rer Distanz:

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Tele­kom-Hoch­haus von der Spar­ren­burg gesehen

Nicht weni­ger als Gebäu­de und Arte­fak­te prä­gen Stra­ßen das Bild einer Stadt. Hier ist es die 4-spu­ri­ge Artur-Lade­beck-Stra­ße mit den mit­tig ver­lau­fen­den Stra­ßen­bahn­schie­nen, die die Ver­bin­dung mit Brack­we­de herstellt.

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Hin­ein und wie­der her­aus – die Artur-Ladebeck-Straße

Abseits von der ursprüng­li­chen The­ma­tik ver­lei­tet die lan­ge Brenn­wei­te, im Papa­raz­zi-Blick die sich unbe­ob­ach­tet wäh­nen­den Besu­cher abzu­lich­ten. 300mm im Micro-Four-Thirds ent­spre­chen 600mm Brenn­wei­te im Voll­for­mat. Der digi­ta­le Tele­kon­ver­ter rech­net noch­mal den Fak­tor 2 dar­auf. Und auf ein­mal ist das Ent­fern­te so nah…

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Distanz­schuss

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