Lernen. Fotografieren. Spaß haben.

Model: Nicole

Model: Nico­le

Eigent­lich woll­te ich hier etwas über den Foto­kurs High-Key – Low-Key der Volks­hoch­schu­le Bie­le­feld mit dem Bochu­mer Foto­gra­fen Tho­mas Boci­an schrei­ben. Dum­mer­wei­se war mei­ne ers­te Akti­on, das Bild von Nico­le ein­zu­fü­gen. Die Femi­nis­tin­nen mögen mir ver­zei­hen, aber Frau­en brin­gen ganz leicht alles durch­ein­an­der. Ich schaue mir Nico­les anste­cken­des Lachen und ihre strah­len­den Augen an und kann einen Moment nur dar­an den­ken, dass die­ses Super­mo­del für ein paar Minu­ten ganz allein für mei­ne Kame­ra und mich dage­we­sen ist.

Bevor ich ins Schwär­men gera­te und die bes­te Lebens­ge­fähr­tin von allen in einen aku­ten Anfall von Eifer­sucht trei­be, rei­ße ich mich zusam­men. Zurück zum Wesent­li­chen, dem Fotokurs.

Unter der kryp­ti­schen Kom­bi­na­ti­on 1422523W8 – ein Adress­raum, der ohne Zwei­fel Platz für ein­ein­deu­ti­ge Kurs­num­mern bis ins Jahr 23 Mil­lio­nen nach unse­rer Zeit­rech­nung bie­tet – preist die VHS Bie­le­feld den Foto­kurs High-Key – Low-Key mit dem Dozen­ten Tho­mas Boci­an an. Was, fra­gen sich die geneig­ten Lesen­den, die mit den Geheim­nis­sen der Foto­gra­fie weni­ger ver­traut sind, bedeu­tet das eigent­lich? Die Fra­ge ist berech­tigt, denn der Schrei­ber die­ser Zei­len hat sie sich auch gestellt. Die Erklä­rung gibt uns, wie so häu­fig, die mitt­ler­wei­le unent­behr­li­che Wikipedia.

High-Key-Bil­der zei­gen hel­le bis wei­ße Flä­chen im Hin­ter­grund und hell­far­bi­ge oder hell­graue Farb­tö­ne in der Dar­stel­lung der Objek­te. Wich­tig ist bei der High-key-Foto­gra­fie eine gleich­mä­ßig wei­che Aus­leuch­tung der hel­len Hin­ter­grün­de und Motive.

Low-key-Bil­der wei­sen vie­le dunk­le oder auch völ­lig schwar­ze Berei­che auf; dar­ge­stell­te Objek­te wer­den in ihrer Plas­ti­zi­tät durch Schat­ten – in der Regel von weni­gen gerich­tet ein­ge­setz­ten Licht­quel­len geschaf­fen – modelliert.

Die unent­behr­li­che künst­li­che Intel­li­genz aus Moun­tain View, CA (aka Goog­le) zeigt uns eini­ge (wie bekannt bei die­ser KI nicht immer exakt zutref­fen­de) Bei­spie­le. Jetzt, mit die­sem Hin­ter­grund­wis­sen, ist das Titel­bild die­ses Bei­trags pro­blem­los als High-key-Auf­nah­me einzuordnen.

Zum Kon­trast, und weil mir der Anblick von Nico­le so viel Freu­de berei­tet, dürft ihr sie jetzt in einer Low-Key-Auf­nah­me bewundern:

Model: Nicole

Model: Nico­le

In aller gebo­te­nen Kür­ze möch­te ich noch die High­lights des Kur­ses erwähnen:

Tho­mas Boci­an lehrt enga­giert, leben­dig und mit viel Fach­kom­pe­tenz, die aus eige­nem Tun rührt. Es bleibt was hängen 🙂

  • Um Pro­fi­er­geb­nis­se zu erzie­len, wird mit ama­teur­taug­li­cher Tech­nik gear­bei­tet: Gebrauch­te Auf­steck­blit­ze, Eigen­bau-Akkus, preis­wer­te, aber soli­de Schir­me, bezahl­ba­re Hin­ter­grün­de. Mit den Tipps aus dem Kurs kann sich jede® ein mobi­les Licht­stu­dio auf­bau­en und trotz­dem noch das nächs­te Schnit­zel bezah­len (für Vega­ner: Gibt’s auch aus Sellerie).
  • Jeder »knipst« mit sei­ner eige­nen Kame­ra. Die Ein­stel­lun­gen wer­den vor­ab fest­ge­legt, es muss nur der Funk­aus­lö­ser für den Blitz getauscht wer­den, schon geht’s los. Wirk­lich gut, da man mit Fremd­ka­me­ras immer etwas gehemmt ist.
  • Die Bil­der wer­den gemein­sam bear­bei­tet und man lernt eini­ges über His­to­gram­me, far­b­räu­me, Gra­di­en­ten, Sät­ti­gun­gen und das unent­behr­li­che Foto­shop. Zum Glück für den Geld­beu­tel sind alle Bear­bei­tungs­schrit­te auch mit Foto­shop Ele­ments nach­voll­zieh­bar. Kann man als Test­ver­si­on für 30 Tage ohne Funk­ti­ons­ein­schrän­kun­gen herunterladen.
  • Zum Schluss gibt’s eine Bild­be­spre­chung. Jetzt heißt es, Zäh­ne zusam­men­bei­ßen, nix sagen und den Ver­riss des eige­nen Wer­kes zum einen ertra­gen und zum ande­ren die Kri­tik anneh­men. Es sei gesagt, Tho­mas Urteil ist fun­diert. Es fällt mir leicht, das zu sagen. Mei­ne Inter­pre­ta­ti­on von Nico­le hat das Prä­di­kat »Ham­mer­bild« bekom­men. Der Fair­ness hal­ber muss ich zuge­ben, dass Nico­les las­ziv geöff­ne­ter Mund auf dem Low-Key-Bild kei­ne Bei­falls­stür­me her­vor­ge­ru­fen hat. Ver­steh ich nicht …

Das wars für heu­te aus der belieb­ten Rubrik »Als der Micha­el das Sehen lern­te«. Ich hof­fe, es hat euch Spaß gemacht. Dem­nächst gibt’s mehr davon an die­sem Anker­platz in den unend­li­chen Wei­ten des Weltennetzes …

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