Zeitmaschine – Bielefeld. 30.12.1999. Am Vorabend des Millenniums

Am Vor­abend des Mill­en­ni­ums. Klingt dra­ma­tisch. War es auch. Doch war die Dra­ma­tik in Bie­le­feld eine ande­re als die in den weni­ger bevor­zug­ten Tei­len der Welt, und eigent­lich gab es auch gar kein Anlass zum Dra­ma. Eigent­lich waren wir ein Jahr zu früh dran. Doch der Dra­ma­tik (schon wie­der die­ses Wort!) der »2000« konn­te und woll­te sich nie­mand wirk­lich entziehen.

Was war da eigent­lich los gewe­sen, dass das Dra­ma, die Fei­ern und die Begeis­te­rung 12 Mona­te zu früh zün­de­ten, wie auch die Feu­er­wer­ke in der Sil­ves­ter­nacht? Die Ant­wort war so sim­pel und tri­vi­al, dass man sie schlicht über­sah: Es gibt kein Jahr »0« im Kalen­der. Das ers­te Jahr unse­rer Zeit­rech­nung ist das Jahr 1. Damit ist das letz­te Jahr im 1. Mill­en­ni­um das Jahr 1000 und im 2. Mill­en­ni­um eben das Jahr 2000. Erst mit dem Ende des Jah­res 2000 ende­te das 2. Jahr­tau­send und der Mill­en­ni­ums­wech­sel fand in der Sil­ves­ter­nacht 2000 statt. Blöd. Zu früh gefeiert.

Dage­gen hing das Y2K (Year 2000)-Problem der Com­pu­ter­pro­gram­mie­rung tat­säch­lich an der magi­schen Zahl 2000. In die­ses Pro­blem führt uns mei­ne Zeit­ma­schi­ne, zurück in den größ­ten Hype, den die Com­pu­ter­in­dus­trie bis dahin ent­facht hatte.
Y2K illustration

Ich sehe jetzt schon eure Reak­tio­nen. Hä? Was soll das? War­um kommt die­ser Bei­trag heu­te, Ende Janu­ar 2015? Gibt es ein Jubi­lä­um? Habe ich etwas ver­passt? Kei­ne Sor­ge. Legt euch wie­der hin. Alles ist gut. Ich habe nur ein wenig recher­chiert, und im wun­der­vol­len Bie­le­fel­der Stadt­ar­chiv den Beleg für mei­ne ganz per­sön­li­che Ver­stri­ckung in die dama­li­gen Ereig­nis­se gefun­den, und den will ich euch heu­te prä­sen­tie­ren. Viel­leicht tut auch in die­sen unru­hi­gen Zeit ein Rück­blick gut, der uns zeigt, dass frü­her nicht alles bes­ser war und dass wir auch damals schon von viel­fäl­ti­gen Bedro­hun­gen unse­rer Exis­tenz umzin­gelt waren. Die­se spe­zi­el­le Bedro­hung, das »Y2K«-Armageddon der Daten­ver­ar­bei­tung, war kör­per­los, kei­ne »PEGIDA« ging gegen sie auf die Stra­ße, kein nuscheln­der Bar­de sang gegen sie an. Unsicht­bar war sie , ungreif­bar und damit umso unheim­li­cher. Die Angst vor der ulti­ma­ti­ven Kata­stro­phe hielt die Welt in ihrem Würgegriff.

Die Schre­ckens­sze­na­ri­en, die damals mit leb­haf­ter Begeis­te­rung von den Kas­sand­ren der IT-Indus­trie aus­ge­malt wur­den, lie­ßen an Deut­lich­keit nichts zu wün­schen übrig. Kom­mu­ni­ka­ti­ons­net­ze wür­den zusam­men­bre­chen, Züge auf offe­ner Stre­cke anhal­ten, Schif­fe in den Wei­ten des Oze­ans ori­en­tie­rungs­los mit still­ste­hen­den Maschi­nen umher­trei­ben. Flug­zeu­ge mit hun­der­ten Pas­sa­gie­ren fie­len wie Stei­ne vom Him­mel. Auto­ma­tisch sich abschal­ten­de Kraft­wer­ke wür­den Netz­stö­run­gen ver­ur­sa­chen, in deren Fol­ge explo­die­ren­de Umform­sta­tio­nen noch das gerings­te aller Übel dar­stell­ten. Zwei, drei und mehr Tscher­no­byls gal­ten als unver­meid­lich. Ja, selbst in unse­ren Haus­hal­ten könn­ten wir dem Unheil nicht ent­rin­nen. Wasch­ma­schi­nen wür­den ver­sa­gen, Fern­seh­ge­rä­te uns aus schwar­zen, stum­men Bild­schir­men vor­wurfs­voll anstar­ren und die Mikro­wel­len mit­leid­los unser Essen ver­ko­chen. Über­all wur­den win­zi­ge Chips iden­ti­fi­ziert, deren Datums­funk­tio­nen zwecks Ein­spa­rung knapps­ter Spei­cher­res­sour­cen mit nur zwei­stel­li­gen Jah­res­zah­len pro­gram­miert waren, und nie­mand wuss­te, wel­che der Anwen­dun­gen auf die­sen Chips sich zu wel­chen Zwe­cken auch immer die­ser Datums­an­ga­ben bedien­ten. Wir, die wir dabei waren, wur­den mehr und mehr von dem unheim­li­chen Gefühl bedrängt, dass die Com­pu­ter, so unzu­läng­lich wir sie auch geschaf­fen, uns schon längst die Welt­herr­schaft aus den kraft­los gewor­de­nen Hän­den ent­wun­den hat­ten. Der bis dahin nur weni­gen Exper­ten geläu­fi­ge Begriff des Ubi­qui­tous com­pu­ting gewann erst­mals prak­ti­sche Rele­vanz und konn­te mit den Erfah­run­gen unse­rer Lebens­wirk­lich­keit kor­re­liert wer­den. Die angst­in­du­zier­te Gän­se­haut und die alar­miert auf­ge­stell­ten Här­chen auf den Unter­ar­men der Exper­ten gehör­ten bald zum gewohn­ten Anblick in Fern­se­hen, Inter­net und den Printmedien.

Ist die Angst erst ein­mal geschürt und in den Köp­fen prä­sent, will sie auch aus­ge­beu­tet wer­den. Jetzt schlägt die Stun­de der Bera­ter. Sie haben es leicht. Der Boden ist frucht­bar, die Saat haben ande­re längst aus­ge­bracht und die Früch­te sind schön gekeimt und wohl gera­ten. Man braucht sie nur auf­zu­sam­meln. Über­all mel­den sich tat­säch­li­che und selbst­er­nann­te Exper­ten zu Wort und ver­ra­ten uns – gegen ange­mes­se­nes Hono­rar, ver­steht sich – was wir tun kön­nen, um, ja, um was eigent­lich zu tun?

Im Y2K-Pro­jekt­team sind wir zu dritt. Ich habe die Kol­le­gen von der Medi­zin­tech­nik und der Gebäu­de­tech­nik ange­spro­chen und eine offe­ne Tür ein­ge­rannt, da sie in ihren Berei­chen eben­falls Hand­lungs­be­darf sehen und mit den Vor­ar­bei­ten begon­nen haben. Mit uns eilt eines der größ­ten kom­mu­na­len Kran­ken­häu­ser Nord­rhein-West­fa­lens der ver­mu­te­ten Kata­stro­phe ent­ge­gen und uns ist nur zu schmerz­lich die Bin­sen­weis­heit bewusst, dass die Zie­le eines Pro­jekts SMART, also Spezi­fisch, Mess­bar, Akzep­tiert, Realis­tisch und, vor allem, Termi­niert sein sol­len. Vor uns liegt ein Pro­jekt mit abso­lut unver­rück­ba­rem Ende und einem fast unüber­schau­ba­ren Umfang. Es sind weni­ger unse­re vie­le dut­zend Ser­ver, hun­der­te Arbeits­platz­rech­ner und Dru­cker oder die drei­stel­li­ge Zahl der Anwen­dungs­pro­gram­me, die Sor­gen berei­ten. Es sind viel­mehr die unzäh­li­gen Medi­zin­ge­rä­te bis hin­un­ter zur Infu­si­ons­pum­pe, und die man­nig­fal­ti­gen mikro­chip­ba­sier­ten Steue­run­gen der Gebäu­de­tech­nik, vom Rauch­ab­zug bis zur Not­strom­ver­sor­gung. Wie sol­len wir das nur stemmen?

Auf einem Semi­nar einer Fach­ge­sell­schaft ver­rät uns einer der wirk­li­chen Exper­ten, was zu tun ist: Schleu­nigst ein Pro­jekt auf­set­zen und die gesam­te Ange­le­gen­heit zur Chef­sa­che zu machen. Hört sich gut an, aber wie soll das gehen? Der Chef hört nur, das kos­tet Geld, viel Geld, und noch mehr Arbeits­zeit. Der wird uns was hus­ten. Da spricht der Exper­te die magi­schen Wor­te: Orga­ni­sa­ti­ons­ver­schul­den. Fahr­läs­sig­keit. Haf­tung. Allein der Scha­den­er­satz für eine schwe­re Kom­pli­ka­ti­on kann höher aus­fal­len als unse­re gesam­ten Auf­wen­dun­gen, von der zu erwar­ten­den ver­hee­ren­den Publi­ci­ty ganz zu schwei­gen. Tat­säch­lich, unser Chef lässt sich über­zeu­gen. In einer erfri­schend kla­ren Anspra­che nor­det er die Füh­rungs­kräf­te ein­schließ­lich der Chef­ärz­te ein. Arbei­ten mit unmiss­ver­ständ­li­cher Ziel­an­sa­ge kann so schön sein. Unser Weih­nachts­wunsch an unse­ren Chef ist, dass er so weitermacht.

Wir ver­schaf­fen uns einen Über­blick. Das Aus­maß der Auf­ga­be beein­druckt. Als wir mit der Hil­fe vie­ler Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen end­lich wis­sen, wel­che Gerä­te aus den end­lo­sen Inven­tar­lis­ten tat­säch­lich im Ein­satz sind und auf »Jahr­tau­send­fes­tig­keit« geprüft wer­den müs­sen, drängt die nächs­te Her­aus­for­de­rung mit Macht in den Vor­der­grund: Was, wenn die Außen­welt ver­sagt? Wenn wir alles berück­sich­tigt haben, aber das AKW Grohn­de kol­la­biert und Bie­le­feld im Dun­keln steht? Wenn kei­ne Medi­ka­men­te, kei­ne Blut­kon­ser­ven, kei­ne Lebens­mit­tel gelie­fert wer­den, weil die EDV-Sys­te­me der Lie­fe­ran­ten und der Logis­ti­ker ver­sa­gen? Wir spre­chen mit allen. Mit den Ein­käu­fern, den Labor­lei­tun­gen, den Köchen, den Apo­the­kern, wer immer in die Ver­sor­gung invol­viert ist, und legen gemein­sam fest, wie­viel Vor­rä­te wir hams­tern kön­nen, ohne dass wir mit Ver­fall und Mehr­aus­ga­ben dafür büßen müs­sen. Die Arbeit geht vor­an, und wir bekom­men ein gutes Gefühl.

Doch da war noch was. Orga­ni­sa­ti­ons­ver­schul­den und Fahr­läs­sig­keit. Bei aller Mühe, die wir uns geben, irgend­et­was über­sieht man bei einer Auf­ga­be in die­ser Grö­ße und unter die­sem Zeit­druck zwangs­läu­fig. Wir müs­sen dar­le­gen, dass wir das Men­schen­mög­li­che getan haben. Da ent­de­cke ich einen Zei­tungs­ar­ti­kel über TÜV-Zer­ti­fi­zie­run­gen für Jahr-2000- Pro­jek­te aus der Fer­ti­gungs­in­dus­trie. War­um nicht, sagen die Kol­le­gen, las­sen wir uns zer­ti­fi­zie­ren. Gesagt, getan. Wir tele­fo­nie­ren mit dem TÜV. Die ers­te Reak­ti­on ist ungläu­bi­ges Stau­nen. Eine Y2K-Zer­ti­fi­zie­rung? Für ein Kran­ken­haus? Ken­nen wir nicht. Kön­nen wir nicht. Machen wir nicht. Dann kommt einem TÜV-Mit­ar­bei­ter die Idee: Der TÜV Nord zer­ti­fi­ziert die Zulie­fe­rer der Auto­mo­bil­in­dus­trie. Er habe da einen Namen. Wir soll­ten den mal anru­fen. Das mach ich dann auch. Lan­ger Rede, kur­zer Sinn: Irgend­wann, nach meh­re­ren Gesprä­chen, ver­steht man am ande­ren Ende der Lei­tung, was wir wol­len. Man schlägt ein ange­pass­tes Audit aus der Auto­mo­bil­bran­che (!) vor. Es sei das strengs­te und umfang­reichs­te, für Kran­ken­häu­ser habe man lei­der nichts eige­nes. Es hät­te da kei­ne Nach­fra­ge gege­ben. Wir sei­en die ers­ten. Mir klappt vor Erstau­nen die Kinn­la­de herunter.

Der Rest ist schnell erzählt. Wir been­den das Pro­jekt »Just in Time, also kei­nen Augen­blick zu früh. Aber auch nicht zu spät. Wir bestehen das Audit. Mit Anstand, wenn nicht gar mit Bra­vour. Jetzt fehlt noch eins, die Infor­ma­ti­on der Bie­le­fel­der Bevöl­ke­rung. An die Pres­se wen­den wir uns mit Herz­klop­fen. Was, wenn sie um der auf­la­gen­stei­gern­den Sen­sa­ti­ons­mel­dung wil­len unse­re Vor­be­rei­tun­gen zer­pflückt und die Risi­ken über­be­tont? Gespannt fie­bern wir dem Ter­min mit dem Repor­ter ent­ge­gen. Dann ereilt uns die Ent­täu­schung: ein ent­spann­tes Gespräch ent­spinnt sich, Fotos wer­den gemacht, wir schei­den mit freund­schaft­li­chem Hän­de­druck. Am ande­ren Tag lesen wir den Arti­kel im Lokal­teil des West­fa­len-Blatts. Mit jeder Zei­le wird unser Grin­sen brei­ter. Sach­lich, freund­lich, beru­hi­gend bis zu Lan­ge­wei­le. Unse­re Sor­gen wer­den kei­nem Bie­le­fel­der den ver­meint­li­chen Mill­en­ni­ums­wech­sel ver­mie­sen. Wir sind erleich­tert. Aber lest selbst:

1999–01-30-Westfalenblatt-Staedt-Kliniken-Y2K-2

Das also ist er, der Beleg über mein Wir­ken in einem der bis dahin umfang­reichs­ten Pro­jek­te der Kli­ni­ken. Jetzt wollt ihr sicher noch wis­sen, wie alles aus­ge­gan­gen ist. Ich erzähl es euch im nächs­ten Absatz.

Natür­lich hab ich Ruf­be­reit­schaft in die­ser Nacht. Als Lei­ter der Infor­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung und Initia­tor des Y2K-Pro­jekts kann ich die Ver­ant­wor­tung nicht an mein Mit­ar­bei­ter abge­ben. Es sind mehr Per­so­nen als sonst in einer Sil­ves­ter­nacht im Haus. Auch in der Ambu­lanz, im Ret­tungs­dienst, den OPs und Inten­siv­sta­tio­nen haben sich die Mit­ar­bei­ten­den auf aller­lei Unfall­sze­na­ri­en rund um Fei­ern und Feu­er­werk vor­be­rei­tet. Wir haben für alle flei­ßi­gen Hel­fer erwei­ter­te Kan­ti­nen­zei­ten und einen klei­nen Imbiss orga­ni­siert und ver­trei­ben uns die Zeit bis zum Count­down. Ich prü­fe noch ein­mal die Aus­fall­sze­na­ri­en für einen IT-Crash. Dann wird es ernst. Mit­ter­nacht rückt näher. Mit dem Kol­le­gen von der Tech­nik und vie­len Ande­ren stei­ge ich aufs höchs­te Dach des Kran­ken­hau­ses. Es soll Plät­ze in Bie­le­feld mit einer noch bes­se­ren Aus­sicht geben, aber die­se dürf­ten nur einer klei­nen, ein­ge­weih­ten Éli­te bekannt sein. Wir genie­ßen den könig­li­chen Aus­blick. Der Count­down wirft die letz­ten Sekun­den des alten Jah­res acht­los hin­ter sich. Das Feu­er­werk illu­mi­niert die Stadt, Rake­ten und Böl­ler schla­gen eine Schlacht gegen die Geis­ter der Ver­gan­gen­heit, Sekt­kor­ken knal­len, und Plas­tik­be­cher mit pri­ckeln­dem Schaum­wein wer­den her­um­ge­reicht. Ich war­te auf das durch­drin­gen­de Signal des Piep­sers. Es piepst nicht. Gegen 12 zwei ver­las­se ich im fla­ckern­den Licht des ersterben­den Feu­er­werks das Dach. Letz­te Fra­gen an den Pfor­ten­plät­zen, in der Ambu­lanz, alle Sys­te­me lau­fen ein­wand­frei. Ein abschlie­ßen­der Blick in die Log­da­tei­en der wich­tigs­ten Sys­te­me zeigt kei­ne Auf­fäl­lig­kei­ten. Die Uhr nähert sich vier, als ich müde nach eini­gen sehr, sehr lan­gen Tagen ins Auto stei­ge und nach Hau­se fah­re. Das Wochen­en­de ver­läuft ruhig. Das Kran­ken­haus funk­tio­niert ohne mich. Die Welt dreht sich wei­ter. Kein neu­es Tscher­no­byl stört den Frie­den des Neu­jahrs­mor­gen. Alle gestar­te­ten Flie­ger sind wie­der gelan­det. Selbst die Züge der Deut­schen Bahn haben ihre Zie­le erreicht, eini­ge sogar nahe­zu pünkt­lich. Die Zivi­li­sa­ti­on ist davon­ge­kom­men. Wie­der ein­mal. Die nächs­ten Kas­sand­ren wer­den es schwe­rer haben, mit ihren War­nun­gen in unser Bewusst­sein vorzudringen.

Und? War die Auf­re­gung wert? Die, die hin­ter­her immer alles (bes­ser) wis­sen, wuss­ten es auch dies­mal. Hys­te­rie, völ­lig unan­ge­bracht, ver­schont uns nur mit dem Mist. Mil­li­ar­den an Geld, Arbeits- und Lebens­zeit ver­schwen­det. Auch der Chef fragt süf­fi­sant, war­um die Auf­re­gung, es ist doch nichts pas­siert. Was pas­siert wäre, wenn nichts getan wor­den wäre, die­se Fra­ge stellt selt­sa­mer­wei­se nie­mand. Ist ja alles gut gegan­gen. Wir haben uns umsonst auf­ge­regt. Blö­de Computerfuzzis.

Und ich?

Ich bin zufrie­den, bis heu­te. Bin sicher, alles rich­tig gemacht zu haben. Schließ­lich, das darf man nicht ver­ges­sen, geht es in Kran­ken­häu­sern um Men­schen, ihre Gesund­heit und gar nicht so sel­ten um ihr Leben. Da darf man sich schon mal für ins Zeug legen. Wer das liest und mit­ge­hol­fen hat, bekommt hier noch­mals ein dickes Dan­ke­schön gesagt. Allein hät­ten wir das nie geschafft. Auf die typi­sche Fra­ge in Vor­stel­lungs­ge­sprä­chen nach den größ­ten erfol­gen in mei­ner beruf­li­chen Lauf­bahn nen­ne ich heu­te noch die­ses Pro­jekt. Ich den­ke, zu Recht.

TL; DR: Manch­mal weiß man nicht, ob die erwar­te­te Kata­stro­phe ein­tritt. Vor­be­rei­tet zu sein und den Spott ertra­gen, wenn nichts draus wird, ist irgend­wie viel bes­ser, als andersherum.

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