Rote Karte: Weber, Weselsky und Merkel vom Platz!

Ich, das Volk, zei­ge in mei­ner Eigen­schaft als selbst­er­nann­ter Schieds­rich­ter im Spiel Deut­sche Bahn AG gegen die Gewerk­schaft der Loko­mo­tiv­füh­rer, zu Beginn der 9. Run­de wegen fort­ge­setz­ten Foul­spiels in Ver­bin­dung mit völ­li­ger Nicht­ein­sichts­fä­hig­keit, bei­den Kon­tra­hen­ten die rote Kar­te, eben­so der Ring­rich­te­rin Ange­la Mer­kel wegen vor­sätz­li­chem Nichteinschreiten.

Platzverweis!

Rote_Karte

Jungs, run­ter vom Platz. Mädel, Du auch. Eure Fouls tref­fen nicht den Geg­ner, son­dern die Zuschau­er. Uns. Und ich bin es leid.

Ohne uns, Herr Weselsky, ohne uns Bahn­fah­rer, brau­chen die Lok­füh­rer nicht zu strei­ken. Weil ihre Loks ohne Fahr­gäs­te in den Wagons nir­gend­wo hin fah­ren. Dann hast Du Dei­nen Sieg über die EVG, und Dei­ne ehe­ma­li­gen Mit­glie­der haben Hartz IV. Und um Hart­zer hat sich in Deutsch­land noch kei­ne Gewerk­schaft auch nur einen Dreck geküm­mert. Ist ja auch viel lukra­ti­ver, die Pfrün­de der Besit­zen­den zu verwalten.

Ohne uns, Herr Weber, ohne uns zah­len­de Bahn­kun­den, wars das mit den Kon­zern­ge­win­nen. Den paar Hart­nä­cki­gen, die noch die Schie­ne nut­zen, wirst Du die Prei­se so erhö­hen müs­sen, um den Laden am Lau­fen zu hal­ten, dass auch die Treu­es­ten der Treu­en auf Auto und Fern­bus wech­seln. Vor­bei. Schluss, aus und Ende. Die Bahn rast unge­bremst aufs Abstell­gleis und kracht gegen den Prellbock.

Ohne uns, Frau Mer­kel, ohne uns auto­ver­dros­se­ne Schie­nen­freun­de, wird das nichts mit den Kli­ma­zie­len. Egal ob Ben­zin­preis, Steu­ern, Stau, maro­de Brü­cken oder Maut, wel­chen Irr­sinn auch immer Dei­ne Minis­ter aus­he­cken, um uns von der Stra­ße zu trei­ben, ohne ver­läss­li­che Alter­na­ti­ven keh­ren wir immer wie­der auf die Auto­bahn zurück. Du als Eigen­tü­me­rin der Bahn und per­so­na­li­sier­te Richt­li­ni­en­kom­pe­tenz der Regie­rungs­po­li­tik hast nichts, aber auch gar nichts unter­nom­men, um dem Wahn­sinn ein Ende zu set­zen, den zwei kom­pro­miss­un­fä­hi­ge Alpha­tier­chen so weit getrie­ben haben, dass kei­ner mehr ohne Gesichts­ver­lust nach­ge­ben kann. Nur ein sinn­lo­ses Tarif­ein­heits­ge­setzt, das vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in der Luft zer­ris­sen wird, mehr hat Dei­ne Minis­ter­rie­ge nicht zustan­de gebracht. Erbärm­lich wäre ein viel zu posi­ti­ves Wort für die­se Leistungsverweigerung.

Tre­tet zurück. Jetzt und sofort. Macht den Weg frei. In der zwei­ten Rei­he gibt es viel­leicht noch ein paar Gestal­ten, denen Lösun­gen wich­ti­ger sind als per­sön­li­che Eitelkeiten.

Jaques Tati soll ein­mal gesagt haben, es gäbe einen Weg, sämt­li­che Wirt­schafts­pro­ble­me zu lösen: man müss­te die Selbst­ge­fäl­lig­keit besteu­ern. Zumin­dest den Schwar­ze-Peter-Schie­bern Weber und Wesels­ly blie­be dann nach Abzug ihrer Steu­er­last nicht mehr als das Exis­tenz­mi­ni­mum. Viel­leicht wür­de Bei­den eine solch beschei­de­ne Lebens­füh­rung nach ein paar Mona­ten das Hirn für neue Lösungs­we­ge öffnen.

Die Hoff­nung stirbt zuletzt …

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