Verlass dich nicht auf Facebook! Lerne WordPress!

Dies ist der Start einer klei­nen Arti­kel­se­rie, in der ich unre­gel­mä­ßig Tipps zum ein­fa­chen Auf­set­zen und Pfle­gen eines Wor­d­Press-basier­ten Blogs geben wer­de. Zum Ein­stieg möch­te ich Ihnen gern an einem Bei­spiel aus dem wirk­li­chen Leben erzäh­len, war­um ich das tue.


Ken­nen Sie die Blogs von Don Alphon­so in der Online-Ver­si­on der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung? Nein? Soll­ten Sie aber. Unter den Titeln Stüt­zen der Gesell­schaft und Deus ex Machi­na schreibt der schlech­te­re Sohn aus bes­se­rem Hau­se scharf­zün­gig und poin­tiert von Gott und der WWWeltt und lässt sich über Leben, Bil­dung, Tor­ten und sozi­al­un­ver­träg­li­ches Spät­ab­le­ben unter Stuck und Kron­leuch­tern aus. Stets nah am Zeit­ge­sche­hen, häu­fig bit­ter­bö­se und immer gut recher­chiert. An man­chen Tagen der ein­zi­ge Grund, die FAZ zu lesen.

Am 5. August 2016 twit­tert der Don einen Bericht, dass der Face­book-Account von Toni Bug­le, Grün­de­rin von »Mothers Against Radi­cal Islam and Sharia (MARIAS)«, wegen »Islam­pho­bie« für 30 Tage gesperrt wurde.

Quel­le: Eige­ner Screenshot

Der Publi­zist, Sach­buch­au­tor und Tal­king-Point-Trai­ner Dus­han Weg­ner greift den Vor­fall auf:

Quel­le: Eige­ner Screenshot

Und er hat recht. Face­book ist bequem, alle sind schon da, leicht erreicht man ein gro­ßes Publi­kum. Bis Zucker­bergs dunk­les Impe­ri­um den Ste­cker zieht. Das geht schnell und form­los. Begrün­dun­gen – außer, dass man irgend­wie »gegen die Gemein­schafts­stan­dards« ver­sto­ßen habe – gibt es nicht. Ein­spruch­mög­lich­kei­ten auch nicht. Der Rechts­weg ist aus­ge­schlos­sen. Obwohl qua­si Mono­po­list macht das Frat­zen­buch von sei­nem Haus­recht Gebrauch, als gäbe es dut­zen­de ande­re Plat­for­men, auf denen man mit ver­gleich­ba­rer Reich­wei­te sei­ne Inhal­te ver­brei­ten könnte.

Es gibt sie nicht.

Die dau­er­haf­te Sper­re oder Löschung des Accounts geht übri­gens genau so form­los über die Büh­ne. Für Men­schen, die von ihren Inhal­ten leben, kann das schnell das Ende der beruf­li­chen Exis­tenz bedeuten.

Egal, ob Face­book, Red­dit, Goog­le+, Twit­ter, selbst Wor​d​Press​.com: Sie sind nur Gast. Der Haus­herr kann – und wird! – Sie jeder­zeit vor die Tür set­zen, wenn Sie sei­nen Erwar­tun­gen nicht ent­spre­chen. Und das müs­sen Sie. Denn Sie sind nicht der Kun­de. Sie sind das eigent­li­che Pro­dukt. Wenn Sie nicht strom­li­ni­en­för­mig oder mas­sen­kom­pa­ti­blel sind, ver­schre­cken Sie die wirk­li­chen Kun­den: die Wer­be­trei­ben­den und die Datenhändler.

Quel­le: Eige­ner Screenshot

Abhil­fe bie­tet ein selbst­ge­hos­te­tes Wor­d­Press. Ganz ehr­lich, jedes ande­re CMS (Con­tent-Manage­ment-Sys­tem) tut es auch, selbst der Home­page-Bau­kas­ten Ihres Inter­net-Pro­vi­ders. Aber hey, Wor­d­Press ist ein­fach, Wor­d­Press ist weit ver­brei­tet, Wor­d­Press ist aus­ge­reift, ver­fügt über eine rie­si­ge Com­mu­ni­ty, die bei Pro­ble­men hilft, und es gibt mich. hue­gel­kind. Hier auf mei­ner Inter­net­prä­senz, die natür­lich mit Wor­d­Press zusam­men­ge­klöp­pelt ist, fin­den Sie mei­ne Wor­d­Press-Kur­se. Gern mache ich Ihnen auch ein indi­vi­du­el­les Ange­bot. Ich bin käuf­lich. Und frei­gie­big: kos­ten­lo­se Tipps sind dem­nächst hier ver­füg­bar. Schau­en Sie mal wie­der rein!

PS Duschan Weg­ner darf ich Ihnen als Herz legen. Als Tal­king-Point-Trai­ner, als treff­si­che­ren Kom­men­ta­tor des Welt­ge­sche­hens auf Twit­ter und als Mensch. Ein­fach mal ein Häk­chen set­zen und folgen.
PPS Hier geht’s nicht um lechts oder rinks. Nur um grund­ge­setz­lich geschüt­ze Mei­nungs­frei­heit und wie man sie sich erhält

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