The most important science-fiction writer you’ve never heard of. Eine Rezension.

Gute Sci­ence-Fic­tion erahnt zukünf­ti­ge Ent­wick­lun­gen in Gesell­schaft und Tech­nik. Sehr gute Sci­ence-Fic­tion klei­det die kri­tisch rezi­pier­te Ahnung in ein lite­ra­ri­sches Gewand. Exzel­len­te Sci­ence-Fic­tion tut all das, und mehr, sie ist noch nach Jahr­zehn­ten von beklem­men­der Aktua­li­tät. Rapha­el Aloy­si­us Laf­fer­tys »Astro­be, der gol­de­ne Pla­net«, erst­mals 1968 bei Ace Books in New York erschie­nen, zählt zum Bes­ten, was die exzel­len­te Sci­ence Fic­tion zu bie­ten hat.

Es ist 5 nach 12. Das wahr gewor­de­ne Uto­pia, die drit­te Chan­ce der Mensch­heit, hat ein Pro­blem. Sei­ne Zivi­li­sa­ti­on stirbt. Anstatt die Wohl­ta­ten des gol­de­nen Astro­bes zu genie­ßen, wen­den sich die Men­schen ab. Dem unge­trüb­ten Leben im sor­gen­frei­en Luxus zie­hen sie eine Exis­tenz in Not und Elend vor, kurz, schmerz­lich, vol­ler Lei­den, doch selbst­be­stimmt und frei.

The Realm of Rane, by Jero­en van Val­ken­burg.
The shapes they take are both objec­tive and sub­jec­tive. One can shape them a litt­le with one’s own mind.

Unfä­hig, die Lösung selbst zu fin­den, suchen Cos­mos King­ma­ker, Peter Proc­tor und Fabi­an Fore­man, die drei mäch­tigs­ten Män­ner Astro­bes, nach dem neu­en Welt­prä­si­den­ten, der die Krank­heit der Welt dia­gnos­ti­zie­ren und hei­len soll. Sie trach­ten nach einem gro­ßen Mann, der doch nur Sym­bol sein soll. Unbarm­her­zig ver­folgt von den mecha­ni­schen Wäch­tern des Astro­bi­schen Traums, die in Fore­man eine Gefahr sehen, eini­gen sie sich auf einen Kan­di­da­ten aus der Ver­gan­gen­heit der Erde, einen, der einen ein­zi­gen, völ­lig auf­rich­ti­gen und ehren­haf­ten Moment kurz vor sei­nem Ende hat­te: Tho­mas Morus.

Wei­ter →