Oerlinghauser Waldweisheiten

Tief im Wal­de, so leh­ren uns die über­kom­me­nen Sagen, leben wei­se wur­zel­sam­meln­de Weib­lein, klu­ge kah­le Köh­ler, herrsch­süch­ti­ge häss­li­che Hexen und manisch met­zeln­de Mör­der ein­träch­tig neben tap­fe­ren tugend­haf­ten Tag­träu­mern, wahn­haft wüten­den Wil­de­rern und aller­lei ande­ren Anwoh­nern. Sie alle haben im Lau­fe ihrer teils gefähr­li­chen, teils beschau­li­chen, wenn nicht gar medi­ta­ti­ven Exis­tenz fern­ab mensch­li­cher Gesell­schaft, ihrer Nor­men und Beschrän­kun­gen, immenses Wis­sen, Erkennt­nis und Gelehrt­heit erwor­ben, die das Begriffs­ver­mö­gen gewöhn­li­cher Sterb­li­cher bei Wei­tem über­steigt. Dabei fris­ten sie ihr Dasein häu­fig unbe­merkt ganz in der Nähe mensch­li­cher Ansied­lun­gen. So auch in der beschau­li­chen Berg­stadt Oer­ling­hau­sen. Unbe­ein­druckt vom leb­haf­ten Flug­ver­kehr der rüh­ri­gen Avia­ti­ker des nahe­ge­le­ge­nen welt­be­kann­ten Luft­sport­zen­trums gehen sie ihren klan­des­ti­nen Beschäf­ti­gun­gen nach und mei­den den Kon­takt mit den nur weni­ge Meter ent­fernt woh­nen­den Men­schen. Manch­mal jedoch gelan­gen sie zu der­art fun­da­men­ta­len Ein­sich­ten, dass sie nicht umhin kön­nen, die­se mit uns, den ein­fa­chen Erdenkin­dern, zu tei­len.

Bege­ben wir uns in besag­ter idyl­li­scher Berg­stadt, den Wan­der­zei­chen fol­gend, auf den Töns­ber­grund­weg, fin­den wir die Spu­ren ihres Wir­kens. Das fol­gen­de Bild illus­triert die Aus­schil­de­rung des Wan­der­pfa­des:

Wegweiser zum Tönsbergrundweg

Weg­wei­ser zum Töns­ber­grund­weg

Dem Pfei­le fol­gend sehen wir nach weni­gen hun­dert Metern – oder waren es Kilo­me­ter, die Erin­ne­rung ist trü­ge­risch! – rechts am Weges­rand die ers­te Erkennt­nis, von größ­ter Weis­heit zeu­gend und für die Ewig­keit in Bron­ze gegos­sen und mit Fel­sen ver­mählt:

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Fastenwandern: Entschlacken im Alten Land

Es ist jetzt fast genau ein Jahr her, dass ihr mei­nen Bericht über das Fas­ten­wan­dern im grü­nen Esse­ner Süden lesen durf­tet. Der Autor die­ser Zei­len hat mit euch eini­ge Gedan­ken zum Ent­schla­cken, Deto­xie­ren und Darm­rei­ni­gen geteilt, und falls ihr eine gewis­se iro­ni­sche Distanz zu all dem Zau­ber bemerkt zu haben glaubt, dann könn­te das mit mei­ner iro­ni­schen Distanz zu dem gan­zen Zau­ber zu tun gehabt haben kön­nen. Und jetzt schreibt der Kerl schon wie­der übers Fas­ten? Ja hat der nicht genug davon?
Née. Hat er nicht. Wenn man sich von dem Zin­no­ber Drum­her­um löst, ist eine Woche mit viel Bewe­gung an fri­scher Luft, abseits vom All­tags­stress, auch bei mini­mal­ka­lo­ri­scher Ernäh­rung von hohem Erho­lungs­wert. Man erhält neue Ein­drü­cke, trifft inter­es­san­te Men­schen und ver­liert neben der ange­spann­ten Unaus­ge­gli­chen­heit auch ein paar Kilos.

Dies­mal geht’s also ins Alte Land, und bevor ich mich in der Beschrei­bung des dies­jäh­ri­gen Fas­ten­aben­teu­ers ver­lie­re, zei­ge ich euch hier einen der berühm­ten Apfel­bäu­me die­ses größ­ten zusam­men­hän­gen­den Obst­an­bau­ge­biets Euro­pas. Wie immer führt ein Klick aufs Bild in die Gale­rie.

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Apfel­baum auf dem Obst­hof Ueck, kurz vor der Blü­te

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